Bayerischer Forschungsverbund “Zukunft der Demokratie” (ForDemocracy)

Zukunft der Demokratie – Forschung und Transfer in bewegten Zeiten
Abschlusskonferenz – 28.10.2022 in Würzburg

Alle Infos kurz zusammengefasst:

Zukunft der Demokratie – Forschung und Transfer in bewegten Zeiten

Abschlusskonferenz des Forschungsverbunds ForDemocracy

Wann: Freitag, den 28. Oktober 2022 ab 10 Uhr bis circa 16:30 Uhr

Wo: Würzburg – Novum Conference Center (https://novum-wuerzburg.de)

Anmelden können Sie sich bis zum 20. Oktober 2022 mit einer kurzen Mail an: fordemocracy@ifkw.lmu.de

Vier Jahre lang hat der Bayerische Forschungsverbund ForDemocracy zur Entwicklung demokratischer Verfahren und zu demokratietheoretischen Fragen gearbeitet: vom Demokratiecafé über die Regionalwährung des Chiemgauer zu einem Bürgerbuch für ein demokratisches Mediensystem. Von Beiräten junger Frauen in der Kommunalpolitik über demokratische Verfahren in der Wirtschaft zum Blick auf Demokratie aus der Perspektive von Migrant*innen. Und welche Bilder haben wir von Demokratie im Kopf?

In vier unterschiedlichen Konferenzteilen möchten wir die Ergebnisse, Einsichten und Erkenntnisse aus dem gemeinsamen Forschungsprozess der interessierten Fachöffentlichkeit vorstellen und dazu ins Gespräch kommen. Dabei geht es sowohl um die inhaltlichen Ergebnisse zu Theorie und Praxis der Demokratie als auch um unsere Erkenntnisse aus dem inter- und transdisziplinären Forschungsprozess selbst.

Als Gäste auf dem Podium haben wir unterschiedliche Expert*innen zur Frage, wie Wissen geschaffen wird: in der Stadtbibliothek (Eva Eichhorn), in neuen Formen von Forschungsinstitutionen (Wilhelm Krull), durch partizipatives Forschen (Hella von Unger) und mit transdisziplinären Methoden (Ulli Vilsmaier). Wir begrüßen ganz besonders auch die Wissenschaftler*innen, die den Forschungsverbund kritisch begleitet haben und alle Mitglieder des Verbunds.

Ausführliche Infos zu den Panels finden Sie hier zusammengefasst als PDF-Dokument.

Einen ersten Überblick über den Forschungsverbund ForDemocracy, die Teilprojekte und die Zusammenarbeit finden Sie hier in diesem Poster.

Posterpräsentation

Begleitend zur Konferenz soll es für Nachwuchswissenschaftler*innen die Möglichkeit geben, ihre Forschung in dem Feld in einem Poster auszustellen und darüber in einen Diskurs mit erfahrenen Wissenschaftler*innen zu treten. Diese Poster können aus dem breiten Themenspektrum der verschiedenen Disziplinen vorgestellt werden. Vorschläge hierzu sind erwünscht, bitte schicken Sie diese per Mail an fordemocracy@ifkw.lmu.de  (Abstract: max. 500 Wörter).

Programm

10:00-10:30 Beginn der Konferenz – Einführung & Begrüßung

10:00-12:00 Repräsentativität, Partizipation, Responsivität

Die Legitimationskrise der Demokratie äußert sich zunehmend in einer Kritik von fehlender Responsivität, einem Mangel an Repräsentation oder der Partizipationsmöglichkeit in den politisch relevanten Institutionen. Grund dafür ist nicht zuletzt eine zunehmende Pluralität von Wahrheits- und Geltungsansprüchen, die die Zukunft demokratischer Praxis vor allem durch die zunehmende Digitalisierung der Informationsbeschaffung vor neue Herausforderung stellt. Durch diverse empirische Beispiele sozialer Phänomene in Europa wird das Panel die Zusammenhänge von Responsivität, Repräsentation sowie Partizipation zum Verhältnis des Wahrheitsbegriffs aufarbeiten und theoriebezogen diskutieren.

Vorträge aus den Teilprojekten TP01 (Der Widerspenstigen Zähmung? Die politische Entwicklung in Mittel- und Osteuropa seit 1989 als Laboratorium und Lehrstück für zukünftige Herausforderungen der Demokratie), TP04 (Antipopulismus: Wissenstransfer und Handlungsstrategien in der politischen Bildungsarbeit)und TP10 (Weltgesellschaftliche Orientierung von türkeistämmigen Migrantinnen und Migranten)

Diskutantin: Prof. Dr. Sigrid Baringhorst (Politikwissenschaft – Politische Systeme und vergleichende Politikwissenschaft, Uni Siegen)

12:00-13:00 Mittagspause & Buffet // Posterpräsentation

13:00-14:30 parallel

Partizipationsforschung

Unter Bürgerbeteiligung wird häufig allein die Wahlteilnahme verstanden. Doch umfasst Partizipation weit mehr. Im Panel werden zu drei Unterthemen Forschungsergebnisse kurz präsentiert und gemeinsam diskutiert: Was ist für die Medien Bürgerbeteiligung?
Wie betätigen sich Geflüchtete politisch in Deutschland, und wie kommen sie dazu, es zu tun? Welche Erfahrungen haben Migrant*innen mit Partizipation, und wie lassen sich daraus Erkenntnisse für die politische Bildungsarbeit gewinnen?

Vorträge aus den Teilprojekten TP05 (Demokratieakzeptanz und Partizipation von Geflüchteten), TP06 (Visualisierung der Demokratie) und TP10 (Weltgesellschaftliche Orientierung von türkeistämmigen Migrantinnen und Migranten)

Diskutant: Prof. Dr. Norbert Kersting (Professur „Vergleichende Politikwissenschaft – Kommunal- und Regionalpolitik, WWU Münster)

Demokratie als Experiment

„Project meets critics“ – vier Vorträge (etwa 10 Minuten) mit Diskussion und Feedback durch Expert*innen nach jeweils zwei Vorträgen.

Wie wollen wir Demokratie zukünftig gestalten und welche Rolle können hierbei demokratische Experimente und Innovationen spielen? Dieser Frage möchte unser Panel nachgehen und dabei sowohl das demokratische Potenzial als auch die Herausforderungen innovativer Beteiligungsformate beleuchten.

Vorträge aus den Teilprojekten TP02 (RePair Democracy), TP03 (Demokratisierung von Geld und Kredit), TP07 (Deliberative Demokratie am Arbeitsplatz) und TP11 (FRIDA – Frauen in die Kommunalpolitik)

Diskutant: Prof. Dr. Roland Roth (Professor für Politikwissenschaft an der Hochschule Magdeburg-Stendal)

14:30-14:45 Kurze Kaffeepause

14:45-16:00 Transdisziplinäre Forschung zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Transdisziplinäre Forschung bringt Akteure aus verschiedenen Sektoren ins Gespräch. Was sind die Herausforderungen und Lernchancen dieser Forschungstradition? Wie verändert transdisziplinäre Forschung die Akteure in ihrer gegenseitigen Wahrnehmung?

Podiumsdiskussion mit (alphabetisch nach Nachnamen):

Moderation: Prof. Dr. Gerald Beck & Prof. Dr. Jörn Hurtienne

Organisiert von den Teilprojekten TP02 (RePair Democracy), TP03 (Demokratisierung von Geld und Kredit), TP08 (Digitale Partizipation in der Kommunalpolitik) und TP09 (Media Future Lab)

 

Ausführliche Infos zu den Panels finden Sie hier zusammengefasst als PDF-Dokument.

Einen ersten Überblick über den Forschungsverbund ForDemocracy, die Teilprojekte und die Zusammenarbeit finden Sie hier in diesem Poster.

Bei Fragen können Sie sich jederzeit an die Geschäftsstelle wenden: fordemocracy@ifkw.lmu.de